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Zum Kopf verdrehen

Zum Kopf verdrehen

Trachtenhüte werden heute zu vielerlei Anlass getragen. Der Hut gehört zur Tracht und ist somit Ausdruck von Identität, zum Beispiel bei Trachtenvereinen. Individuell betrachtet macht er Tracht erst zum kompletten Outfit.

„Ein Hut hupft ned allein auf den Kopf.“ Doris Gollé-Leidreiter, Tochter des ver- storbenen Hutmachers Gottfried Schätz, ist nicht nur virtuos darin Hüte zu ma- chen, sondern auch darin zu beraten, was Kundin oder Kunde braucht. Im Gegensatz zu Schuhen sitzt der Hut oberhalb des Ge- sichts und prägt damit den Eindruck auf andere enorm. Da ist es schon segensreich Doris Gollé oder ihre Tochter Marietta im Gespräch gegenüber zu haben.

Ob Loden, Velour oder Stroh zum Einsatz kommen, hängt auch von der Verwen- dung des Hutes ab. Wird er wirklich als Alltagshut hergenommen, empfiehlt sich Loden, etwas feiner ist das matt glänzen- de Velour. Hauptsache, der Hut wird getragen: Hut-Neulinge gewöhnen sich erst durch das permanente Tragen. Das erklärt einem Doris Gollé dann schon im kleinen Hutgeschäft mit angeschlossener Werkstatt in der Rosenstraße in Tegernsee.